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Nächtlicher Notfall – Pseudokrupp

Der Schrecken ist groß, wenn Eltern von bellendem Husten und pfeifenden Atemgeräusch Ihres Kindes aufgeweckt werden. Vor allem beim ersten Mal. Mit Ruhe und den richtigen Maßnahmen können Eltern den Anfall meist beenden.

Der Pseudokrupp ist eine Erkrankung, bei der es sich um eine Entzündung der Atemwege bei Kleinkindern und Säuglinge handelt. Bei ihr kommt es zur einer Anschwellung der Schleimhäute, welche sich unterhalb der Stimmbänder befinden. Auslöser sind oft Erkältungsviren, weshalb der Pseudokrupp auch meistens in den Herbst- und Wintermonaten auftritt. Oft äußert sich diese Erkrankung durch einen bellenden Husten bzw. ein hörbar pfeifendes Atemgeräusch bei der Einatmung. Dieses Geräusch entsteht durch den verkleinerten Querschnitt der Atemwege, hervorgerufen durch das Anschwellen der Schleimhäute. Vermehrt tritt der Pseudokrupp nachts auf, da zu diesem Zeitpunkt der körpereigene Cortisolspiegel am niedrigsten ist.

Sollte Ihr Kind also nachts mit Husten und Atembeschwerden aufwachen, so könnte es sich um einen Pseudokrupp handeln. Am besten strahlen Sie erst einmal Ruhe auf das Kind aus, da sich die eigene Panik schnell auf das Kind übertragen kann. Packen Sie ihr Kind warm ein und gehen mit ihm ans offene Fenster, denn durch die kalte Luft können die Schleimhäute wieder abschwellen. Um für mehr Luftfeuchtigkeit zu sorgen empfiehlt es sich, das Badezimmer aufzusuchen und dort bei geöffnetem Fenster heißes Duschwasser laufen zu lassen. Der dabei entstehende Wasserdampf trägt ebenfalls seinen Teil dazu bei, dass sich die Symptome verbessern.

Sollten sich durch diese Maßnahmen die Symptome nicht bessern, ist es ratsam in eine geeignete Kinderklinik zu fahren bzw. bei zunehmender Atemnot den Rettungsdienst durch den Europaweiten Notruf 112 zu verständigen. Kinder, welche häufiger unter Pseudokrupp leiden, können vom Kinderarzt ein Kortisonzäpfchen verschrieben bekommen.

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Haftungsausschluss: Wir weisen darauf hin, dass dieser Artikel keinen ärztlichen Rat ersetzt. Die im Artikel enthaltenen Ratschläge und Richtlinien wurden mit großer Sorgfalt geprüft und halten sich an die aktuellen Guidelines des ERC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, dennoch können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Die Autoren übernehmen daher keine Haftung für die im Artikel enthaltenen Informationen.

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